Nachdem der erste Band des Buches die Zeit des 16. Gyalwa Karmapa in Tibet, seine Flucht in den heutigen indischen Bundesstaat Sikkim und den Aufbau seines Exilklosters Rumtek, sowie seine erste Reise in den Westen schilderte, zeichnet der 2. Band die letzten sechs Jahre seines Lebens nach. Der Biographieteil beginnt mit der Rückkehr von dieser Reise und beschreibt seine Aktivität sowohl in ganz Asien als auch bei seinen zwei weiteren Reisen um die Welt. Der nächste Teil beleuchtet eingehender einige seiner wichtigsten Qualitäten und Aktivitäten, bevor erneut all jene ihre Erinnerungen an Karmapa beschrieben, die ihm rund um den Globus begegnet sind. Abschließend kommt der 16. Gyalwa Karmapa mit einem Interview und einem seiner Texte selbst zu Wort.
Auch wenn all das, was seine Schülerinnen und Schüler über ihn zu berichten wissen, erahnen lässt, welch beispielloser Meister er war, so war es nicht leicht, der Vielschichtigkeit seines Lebens und Wirkens auch nur annähernd gerecht zu werden. Karmapas erleuchtete Aktivität kann nur auf der ganz konkreten Ebene wiedergegeben werden, während all die Verbindungen und Auswirkungen, die für uns nicht unmittelbar sichtbar sind, unbeachtet bleiben müssen. Was mir im Laufe der Jahre anhand der detaillierten Schilderungen der Erlebnisse mit dem 16. Karmapa klar wurde, ist, dass es sich dabei wirklich um die Taten eines Buddha handelte. Sein erleuchteter Geist ließ ihn spontan so agieren, wie es für das Wohl der Lebewesen am hilfreichsten war – und dies tat er bisweilen auch auf recht unkonventionelle Art und mit einem Humor, der seinesgleichen suchte.
Dies wird in den Schilderungen der konkreten Situationen deutlich, die die meisten von uns sehr inspirieren, und so ist diesen beeindruckenden Geschichten seines „ungewöhnlichen Alltags“ viel Raum gegeben. Ich möchte all dies jedoch nicht als Sammlung kurzweiliger Anekdoten verstanden wissen, und hoffe, dass diese nichts banalisieren, denn wie gesagt, es „stand immer weit mehr dahinter, als es auf den ersten Blick wirkte“, wie es eine Schülerin ausdrückte. Die Begegnungen mit Karmapa, so sind sich seine Anhänger einig, war jenseits von allem, was sie bis dahin erlebt hatten. Sein Leben war für sie von unschätzbarem Nutzen – und gleichzeitig auch für die Verbreitung des Dharma auf der ganzen Welt.
Inhaltsverzeichnis Band 2
Kapitel 4 Die Jahre 1975-1978
Zwischen den ersten Weltreisen – die Jahre 1975/1976
Zurück in Rumtek Kagyü Ngagdzö in Nepal
Das Leben in Rumtek
Zweiter Besuch in Nordamerika
Auftakt auf Hawaii
An der Ostküste
Zu Gast am Kalapa Court
Begegnungen mit der Presse
Come back to California
Karmapa in Kanada
Die Geburt seines Amerikanischen Sitzes im Bundesstaat New York
Zweiter Besuch in Europa 1977
Deutschland - Der schlafende Riese
Skandinavien
Holland
Österreich und Schweiz
Im Künstlerhaus Wien
Zurück nach Frankreich
Zweiter Besuch in England
Griechenland und Rückflug nach Indien
Kapitel 5
Die Jahre 1978-1980
Gründung und Renovierung von Zentren in Indien 1977-1979
„Die goldene Brücke zwischen Ost und West“ – das KIBI
Zentrum in Kalkutta – Samten Ling – Klöster des 12. Karmapa
Wiederbelebung der monastischen Studien – Die Shedra
Das Leben in Rumtek
Dritter Besuch im Westen
New York
San Francisco/Berkeley
Die Geburt des Klosters
Im „Mandala“ der Macht
Im Nordosten des Kontinents
Kanada
Kapitel 6
Die Jahre 1980-1981
Besuche in Südost-Asien
Rückkehr nach Sikkim 1980
Kapitel 7
Die letzte große Belehrung: Abschied von Karmapa
Abschied aus Rumtek und Behandlung in Hongkong
Chicago - "Tor zum Tod"
„Eure Heiligkeit, Sie sterben“
Segen der Nachtodmeditation
Der Tag der Kremation
Teil II
Thematische Kapitel
Karmapa liebte Kinder
Wie Karmapa Tulkus fand
Karmapa und Wiedergeburt
Wie Karmapa nach dem Tod half
Karmapa und die Tiere
„No politics, dirty business!“
Karmapas Bild der Frau
Wie er unterrichtete / Wie er die Menschen veränderte
Befreiung durch Sehen – Die Schwarze Krone der Karmapas
Die schwarzen Pillen des Karmapa
„No politics, dirty business!“
Wunder allerorten
Karmapa und der Vinaya
Teil III
Begegnungen mit dem 16. Karmapa
Allgemein:
Gendün Rinpoche: „Man muss die Dinge tun, wenn die Zeit für sie reif ist“**
Nedo Kuchung Rinpoche: Karmapa ist immer bei uns
Zurmang Garwang Rinpoche: „Wie kochendes Wasser, das Eis schmilzt...“
Bardor Tulku Rinpoche: „Seine Heiligkeit war mir Lehrer und Familie“
Karma Trinley Rinpoche: „Alles, was wir im Westen haben, verdanken wir im Grunde dem 16. Karmapa“
Traleg Khandro: Traleg Rinpoches Erinnerungen an den 16. Karmapa
Hannah Nydahl: Seine Art uns zu Lehren war sehr geschickt **
Lama Ole Nydahl
Dr. Andrea Loseries-Leick
Nordamerika 1976/77
Tara Diane Budhin: Der 16. Karmapa wird in mir immer lebendig bleiben***
Phil Budin: Er lebte die Lehren
Dale Brozosky: Seine Präsenz, der 16. Karmapa
Europa 1977
Frankreich:
Christian Bruyat: Die Sonne des Dharma
Jean Louis Massoubre: Seid nicht traurig, in einem Jahr komme ich wieder
Deutschland/Österreich
Franz Ritter: Der Mann mit der schwarzen Krone und die kleine schwarze Katze
Hans-Harald Niemeyer: Woodstock vor der Haustür
Friedemann Kremer: Plötzlich verbeugten wir uns alle ganz natürlicherweise
Sabine von Minden: Karmapa zog sie an wie ein Magnet
Indien
Achi Tsepal: Hüter des Schatzes Buddhas
Larry & Girija Brilliant: Sub Ek! Alles ist eins!
Erik Pema Künsang: Er ist Mahāmudrā**
Ngödup Burkhar: Karmapa in der "Göttlichen Schule" **
Weltreise 1980
Lama Yorgos: Karmapa in Griechenland/Das Universum in meiner Handfläche
Peter Volz: Mit seiner Heiligkeit zu sein war, als stünde man auf dem Mount Everest
Robert Sachs: Andauernd passierten so viele Dinge auf verschiedenen Ebenen
Bart Mendel: Ordinäre Magie***
Erik Weiss: Wir fahren dann einfach nach Hause und machen weiter!
Krankheit und Parinirvana
Dwight Mckee: „Sterben war für ihn keine große Sache“
Dr. Raj Kotwal: Die Gelegenheit meines Lebens
John Seonaidh Perks: „Es geschieht nichts“
Eleanor Mannika: Der Tag der Kremation des 16. Gyalwa Karmapa.
** Diese Texte entstammen anderen Veröffentlichungen.
*** Diese Texte schrieben die Autor/innen für dieses Buch.
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